Dumm gelaufen

Bevor es weitergeht gibt es noch Frühstück mit Barbara und John im warmen Haus. Draußen regnet es und es sieht nicht so aus als würde es heute noch aufhören. Es ist das Unangenehmste wenn man im Regen seine Sachen zusammenpacken muss, im Regen das nasse Pferd sattelt um dann den ganzen Tag bei diesem trostlos nassen Wetter zu laufen.
C’est la vie, denke ich dann nur und ziehe die Kapuze tiefer ins Gesicht. Longchaumois heißt die nächste Ortschaft. Hier stehen wir nun im Regen und überlegen was wir tun. Ein Stall wäre jetzt genau das richtige, aber die sind hier Mangelware und in unserer Karte ist weit und breit keiner verzeichnet. Ich studiere nochmal die Informationstafeln vor denen wir Atlanta und Sunny angebunden haben und entdecke ein kleines Häuschen mit einem Hufeisen. Die Legende verrät, dass es sich um eine ‚Gîte d’étape et équestre‘ handelt, also ein Stall wo Pferd und Reiter unterkommen können.

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Kühe, Comté und kein Café

Was haben wir alles erlebt seit wir uns von Marckolsheim aus wieder auf den Weg gemacht haben? Nun sitze ich hier vor dem Laptop und brauche eine Gedankenstütze, die geschossenen Fotos und das kleine Büchlein, in dem ich die Geschehnisse notiere müssen her. Man vergisst so schnell die Einzelheiten, wo und wie war das nochmal, wann ist man wem begegnet? Es sind oft nur kleine Ereignisse und flüchtige Bekanntschaften. Ich will nicht sagen, dass die Zeit hier draußen schneller oder langsamer vergeht, sie vergeht anders. Vielleicht kann man sagen, dass sie hier draußen nicht allzu sehr im Vordergrund steht. Es gibt keine festen Termine, keinen Wochenplaner, keine fixen Arbeitszeiten und festgelegte freie Tage. Es gibt einen Rhythmus, der durch die Jahreszeiten und die Bedürfnisse der Tiere bestimmt wird. Hierbei spielt es aber keine Rolle ob es Montag oder Mittwoch, ob Feiertag oder Wochentag ist, wenn es dunkel wird, wird es dunkel und damit Zeit zum ins Zelt krabbeln. So kann es sein, dass wir vor verschlossener Ladentür stehen und spätestens dann wissen, dass es Sonntags ist 😉WEITERLESEN….

Mit Pferd und Muli nach Frankreich

Kein ZurückPferd-Muli-wandern06-300x200 Mit Pferd und Muli nach FrankreichAllgemein Das große Abenteuer Jasmin schreibt...

Jetzt ist es also soweit, alles ist weg und es gibt kein Zurück mehr. Arbeit weg, Auto weg, Haus (bzw. Bauwagen) weg. Außer einigen verstauten Kleinigkeiten besitzen wir nur noch das, was auf unsere Tragtiere passt. Wir können nun nicht mehr nach Hause zurück, unser Zuhause ist jetzt dort wo wir gehen und stehen, dort wo wir unser Zelt aufschlagen. Ein Leben fern von materiellem Überfluss und gesellschaftlichem Sicherheitsdenken.WEITERLESEN….

Evolution Saumtier

Eine Ära endet eine neue beginnt

Vom Hufschmied zum Nomaden

Freizeit mit dem Saumtier gestalten, warum nicht auch das Leben?

Das Saumtier öffnet dir das Tor in die Natur, begleitet dich auf dem Weg den du gehst und ist ein unterhaltsamer und lehrreicher Freund an deiner Seite.

Wer träumt nicht davon, die Zwänge seines Alltags hinter sich zu lassen und die dadurch gewonnene Freiheit zu leben und zu erleben. Einmal so verrückt zu sein um sein ganzes Leben auf den Kopf zu stellen.

Der Jakobsweg als Pilgerweg und dessen Ziel Santiago de Compostela zeigen deutlich wie gegenwärtig das Verlangen nach Bewusstsein, Wahrnehmung und Veränderung zugenommen hat. Wandern, oder Hiking, wie es neuerdings gennannt wird ist wieder im Trend. Die Menschen, insbesondere viele junge, suchen das Erlebnis in der Natur. Unterwegs sein aus eigener Kraft und auf eigenen Füßen, sich selbst spüren, sich selbst erfahren und vorallem,

>>selbst am Ort des Geschehens sein<<

gewinnt zunehmend an Bedeutung.WEITERLESEN….

Suffizienz - Abenteuer Leben

Das große Abenteuer geht weiter!

Konsumflüchtling im Aufbruch  oder
Heute hier morgen dort, ganz egal, hauptsache fort.

Wer nun auf eine verklärte Wildwest-, Lagerfeuer- oder Traditionsromantik mit Pferd hofft, liegt falsch.   Es wird und ist sehr viel spannender, denn es geht um eine Lebensart die sich unserer modernen, hochgelangweilten,  Konsum-, Verbraucher- und Mobilitätsgesellschaft, sowie deren Zwänge und Abhängigkeiten weitgehend entziehen kann. Raus aus dem (Schwindel-) Karussell einer aufgeblähten Medien-, Wirtschafts- und Industrie-Ideologie (Idiotie) und rein in ein selbstbestimmtes Leben voll Lust, Freude und Abenteuer.

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Der mit den Eseln lebt, Werner Fahrenholz aus Westfalen

Nicht artig, sondern einzigartig – Werner Fahrenholz

Werner Fahrenholz, wohl einer der letzten seiner Zunft hier aus Deutschland. Diese alten Dias habe ich beim Entrümpeln entdeckt. Vor mehr als 25 Jahren habe ich diese Bilder auf einer gemeinsamen Reise über die schwäbische Alb und den Schwarzwald von Rottweil nach Freiburg  geschossen. Als ich Werner auf dem traditionellen Pferdemarkt in Leonberg  kennengelernt habe, reiste er mit seinen beiden Eselstuten bereits im siebten Jahr durch Süd- und Westeuropa.WEITERLESEN….

Alpenüberquerung-Pferd-33

Identitätsfindung in Zeiten der Identitätslosigkeit

Eine der grundsätzlichen Fragen der Philosophie ist –
Wer bin Ich?
Aber welche Rolle spielt dabei das Pferd als lebendes Wesen?

Neben dem Hund ist das Pferd zu einem der wichtigsten Tiere des Menschen geworden. Wurde es früher wirklich gebraucht und in Kriegen und unter harter Arbeit geschunden, findet es heute vorwiegend als Spaßfaktor seine Verwendung. Jedem von uns dürfte bewusst sein was es heißt gebraucht zu werden, oder einfach nur für einen Spaß missbraucht zu werden. Die Tiere werden vorwiegend dafür geliebt und benutzt, um genau das zu kompensieren was ihren Besitzern an Persönlichkeit fehlt. WEITERLESEN….

Abenteuer-Säumertreffen-184

Vom Wandern und der Ruh

Heimat haben ist gut, süß der Schlummer unter eigenem Dach,
Kinder, Garten und Hund. Aber ach! Kaum hast du vom letzten Wandern geruht,
geht dir die Ferne mit neuer Verlockung nach.
Besser ist Heimweh leiden
und unter den hohen Sternen allein mit seiner Sehnsucht sein.
Haben und rasten kann nur der, dessen Herz gelassen schlägt,
während der Wandrer Mühsal und Reisebeschwerden in immer getäuschter Hoffnung trägt.
Leichter wahrlich ist alle Wanderqual, leichter als Friede finden im Heimattal,

wo in heimischer Freuden und Sorgen Kreis nur der Weise sein Glück zu bauen weiß.
Mir ist besser, zu suchen und nie zu finden, statt mich eng und warm an das Nahe zu binden.
Denn auch im Glücke kann ich auf Erden, doch nur ein Gast und niemals ein Bürger werden.

Hermann Hesse –

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Outdoor-Backen – Brot backen im Steinofen

Weihnachtliches Outdoor-Backen

Unterwegs gibt es verschiedene Möglichkeiten Brot zu backen. Ist man mit dem Rucksack oder dem Packtier unterwegs, kann man nur bedingt Koch- bzw. Backutensilien mitnehmen. Man muss also die Gegebenheiten der Umgebung zu nutzen wissen und mit dem wenigen das man dabei hat auskommen.

Wir haben uns über Weihnachten mit unseren Packtieren aufgemacht und einen geeigneten Platz im Wald gefunden, wo es alles für das perfekte Outdoor-Backen gibt – Kienspan, Sandstein und natürlich jede Menge Holz.WEITERLESEN….

Baum Smiley

Der Landstreicher und der Baum

Der Landstreicher und der Baum – eine schöne Geschichte übers Bleiben und Gehen von Gina Ruck-Pauquèt

„Da stehst du nun“, sagt der Landstreicher zum Baum. „Du bist zwar groß und stark, aber was hast Du schon vom Leben? Kommst nirgendwo hin. Du kennst den Fluss nicht und nicht die Dörfer hinter dem Berg. Immer an derselben Stelle! Du kannst einem leidtun!“

Er packt sein Bündel fester und geht los. „Da gehst Du nun“, sagt der Baum. „Immer bist Du unterwegs. Hast keinen Platz, an den Du gehörst. Du kannst einem leidtun!“
Der Landstreicher bleibt stehen.WEITERLESEN….

Alpen-Pferd-Muli-51

Säumertreffen 2015 auf dem Schneeberg

Vom 10.09 bis zum 12.09.2015 fand auf dem 2400 Meter hohen Schneeberg, ehemals höchstgelegenes Bergwerk Europas (http://schneeberg.org/content/deutsch/), das 1. Internationale Säumertreffen statt.

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Mit 25 Tragtieren und über 60 Tragtierführern, sowie Interessierten, war die Begeisterung für das Säumerevent groß.

Am Donnerstag geht es auf zwei verschiedenen Routen hoch zur Schneeberger Schutzhütte.WEITERLESEN….

Alpen-Pferd-Muli-12

Tour der unvorhergesehenen Ereignisse

* ZUR GALERIE *

Genaue Tourenplanung, festgelegte Tagesetappen und vorgebuchte Unterkünfte sind bei unseren Unternehmungen mit den Packtieren nicht relevant. Ein grober Plan und die Reise beginnt. Das ist besonders dann von Vorteil, wenn unerwartete Ereignisse dem geplanten Ablauf einen Strich durch die Rechnung machen.

Dem war so auf unserer jetzigen Alpentour, bei der selbst unser so wager Plan nicht aufgegangen ist.

Zwei Wochen Alpenüberquerung – von Bad Hindelang nach Österreich, dann irgendwie zum Timmelsjoch und übers Joch nach Südtirol zum Schneeberg wo das 1. International Säumertreffen das festgelegte Ziel sein sollte.WEITERLESEN….

Alpenüberquerung-Pferd-143

Galerie – Alpenüberquerung 2012

Mit Tinkerstute Atlanta geht es zwei Wochen lang durch die Alpen. Von Oberstdorf in Deutschland geht es nach Österreich, dann über den Reschenpass nach Italien. Die große Herausforderung ist das 3132 Meter hohe Madritschjoch im Ortlergebirge. Nach der Überquerung des Timmelsjoch geht es letztendlich wieder ins Ötztal nach Österreich, wo die abenteuerliche Alpenüberquerung endet.WEITERLESEN….